Die Kasse sagt nein, das Knie sagt ja. Bei Eigenbluttherapie, Hyaluron und Stoßwelle sucht jemand aktiv nach einer Alternative und ist bereit, sie selbst zu zahlen. Für Wahlarzt-Orthopäd:innen sind das die Leistungen, bei denen Werbung am direktesten wirkt. Und die, bei denen man am leichtesten zu viel verspricht.
Die eigentliche Suche
„ohne OP“
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Häufigster Fehler
Heilversprechen
Warum gerade hier Werbung funktioniert
Die Suche ist eindeutig: „eigenbluttherapie knie“, „prp knie kosten“, „hyaluron knie“, „stoßwellentherapie schulter“. Wer so sucht, weiß, was er will, und vergleicht Anbieter. Eine Anzeige ganz oben, die auf eine ehrliche Seite führt, holt genau diese Anfrage. Bezahlt wird nur der Klick, und der Wert einer Behandlungsserie liegt weit darüber.
Die Konkurrenz kommt nicht nur aus anderen Ordinationen. Physiotherapie-Praxen und Institute bieten auf dieselben Begriffe. Das ist kein Grund, es zu lassen, aber ein Grund, die Anzeige klar als ärztliche Leistung zu formulieren: Diagnose, Indikation, Durchführung durch die Fachärztin oder den Facharzt.
Was die Anzeige und die Seite sagen dürfen
Die Grundregel der Ärztekammer ist einfach: sachlich informieren ja, reklamehaft anpreisen nein. Für Selbstzahler-Leistungen heißt das konkret:
Geht
- Was die Behandlung ist und wie sie abläuft
- Für welche Beschwerden sie in Frage kommt
- Wie viele Sitzungen üblich sind
- Was eine Sitzung oder Serie kostet
- Dass die Kasse sie in der Regel nicht übernimmt
Geht nicht
- „Schmerzfrei ohne OP“ als Versprechen
- Erfolgsquoten ohne nachvollziehbare Quelle
- Rabatte, Aktionen, „nur diesen Monat“
- Herabsetzung anderer Behandlungen oder Kolleg:innen
- Patientenzitate als Wirkungsbeleg
Im Zweifel hilft die Frage: Würde ich das so auch im Aufklärungsgespräch sagen? Wenn ja, darf es meistens auf die Website. Die Details stehen in unserem Beitrag zu den Werberichtlinien für Wahlärzt:innen. Für eine verbindliche Auskunft im Einzelfall ist die Ärztekammer zuständig.
Die Seite hinter der Anzeige
Eine Anzeige auf die Startseite verschenkt den Klick. Wer „prp knie kosten“ gesucht hat, will in fünf Sekunden die Antwort sehen. Eine gute Leistungsseite hat:
- Den Suchbegriff in der Überschrift. „Eigenbluttherapie am Knie“, nicht „Regenerative Orthopädie“.
- Für wen sie in Frage kommt, und für wen nicht. Wer ehrlich abrät, wo es nicht passt, wirkt glaubwürdiger als jede Anzeige.
- Ablauf und Anzahl der Sitzungen. Was passiert beim ersten Termin, wie lange dauert es, wann merkt man etwas.
- Kosten. Eine Spanne pro Sitzung oder Serie. „Auf Anfrage“ kostet Anrufe.
- Ein Weg zum Termin. Telefonnummer und Online-Buchung oben, nicht nur am Ende.
Was das Budget betrifft
Unter einigen hundert Euro im Monat werden die Daten zu dünn, um etwas zu lernen. Sinnvoller als viel Budget auf viele Begriffe ist wenig Budget auf eine Leistung, ein Einzugsgebiet und eine gute Seite. Gemessen wird nicht in Klicks, sondern in Anrufen und Terminanfragen. Wenn eine Leistung trägt, kommt die nächste dazu.
Kurz gesagt
Eine Selbstzahler-Leistung, eine ehrliche Seite mit Preis, eine Anzeige mit dem Suchbegriff, gemessen an Anrufen. Das ist der ganze Trick, und er hält jeder Prüfung durch die Kammer stand.
Google Ads für Ordinationen: Kampagnen nach Leistung und Einzugsgebiet, ÖÄK-konforme Texte, ausgewertet nach Anrufen statt Klicks.
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